Ich dachte ich bin schlimm
Im letzten Beitrag habe ich mir ja Sorgen gemacht, dass meine Art der PHP-Programmierung anecken könnte, wegen den doofen Namen und so.
Da habe ich meinen neuen Kunden noch nicht gekannt!
Bei dem Kundenprojekt würde jeder Programmierer vor Freude zusammenbrechen, wenn irgend so ein Deutsch/Englisch-Mischmasch das Problem wäre.
Ist es nicht. Zusammenbrechen möglich, aber nicht vor Freude.
Da ist einem Internetunternehmer sein einziger Programmierer von einem Tag auf den anderen ausgefallen. Es musste also sofort ein neuer Programmierer her, und zwar ich.
Das ginge ja noch, wenn der alte Programmierer irgendsoetwas wie eine Dokumentation hinterlassen hätte. Hat er aber nicht.
Naja, die Projekte sind heute alle alle ähnlich aufgebaut - best practice, verstehst - man hat Unittests: das reicht doch als Dokumentation!
Nein!
Mein Vorgänger hat sich 1985 das letzte mal ein Buch zur Softwareentwicklung angesehen. Dann hat er sich noch irgendwie PHP3 beigebracht, das wars.
Ich hätte nie gedacht, dass es sowas noch gibt!
Globale Variablen, wo man hinguckt; er holt sich irgendwelche Sachen aus der Datenbank und entscheidet anhand der Variablen $_z, $_tarif oder $_tarif2 wie es weiter geht.
Die Tests wurden durchgeführt, indem er ein x an die Skripte hing; auf dem Livesytem!
Er hat da durchgeblickt, klar, ist ja sein Baby. Aber mach mal dem Auftraggeber klar, auf was für einer Müllhalde an Code er da hockt.
Toll, ich bin nicht nur ein Programmierer, sondern auch ein Feuerwehrmann, ein Forensiker und eine Nanny.
Nein, es ist nicht gut bezahlt.
Sowas macht man, um besser zu werden, Erfahrungen zu gewinnen und um einen Nackenkrampf wegen dem ewigen Kopfschütteln zu bekommen.