Dienstag, 19. März 2013
Allerweltsnamen
Da hat die Dackelmischlingsdame aber geschaut! Der andere Hund heißt ja auch "Fräulein, hierher!".
Ja, das ist ein beliebter Name in der Gegend. Die andere Hündin hört sogar auf den Namen und ist zu ihrem Herrchen gegangen. Meine Hündin bevorzugt es, ihren Namen öfters zu hören und lässt ihn mich in allen Variationen aufsagen. Vielleicht denkt sie ja, dass ich ihr ein Lied singe.
Aber irgendwann kommt sie dann auch mal.



Donnerstag, 14. März 2013
Die Toten und die Datenbank
"RTL-Scripted-Doku-Dreck endlich in scharf mit dem Kundengängelsystem HD+ sehen!"
TeleColumbus legt sich ja sehr ins Zeug, um meinem Vater ihr Digitalangebot schmackhaft zu machen (sie haben es anders formuliert). Mein Vater war mal Kunde bei TeleColumbus, kriegt aber immer wieder mal an ihn adressierte Werbebriefchen. Passiert, kein Drama.
Bei der Kündigung damals hat TeleColumbus auch kein bisschen rumgezickt und hat sie anstandslos akzeptiert. So eine Sterbeurkunde ist schließlich auch ein starkes Argument. Die Sterbeurkunde meines Vaters. Sie wissen, dass er tot ist. Sie schicken ihm Werbung.
Sind die bescheuert?
Die Antwort "ja" fällt mir etwas schwer. Nicht, weil ich es nicht für möglich halte, sondern weil sich das dann wie ein Spiegel-Online-Forums-Kommentar anhört. Spiegel-Online-Forums-Kommentare klingen immer so, als ob die Leute extra abpassen, wann ihr Gehirn Gassi geht und dann in dessen Abwesenheit kommentieren. "Das Hirn ist grad weg; schnell was zu unseren Politikern schreiben (alle blöd)".
Stellen wir uns also mal eine Welt vor, in der sich die Mitarbeiter des TeleColumbus-Marketing nicht in einem Dixieklo verlaufen: Variante eins: die sind nicht blöd, sondern perfide.
Die wissen, dass mein Vater tot ist, aber sie wollen halt unbedingt ihre Scheißwerbung absondern und mein Vater ist derjenige, dem sie die Werbung legal schicken dürfen. Er war ja mal Kunde. Meiner Mutter dürften sie die Werbung nicht schicken, da sie nie Kundin war und auch sonst nie irgendein Einverständnis für Werbemüll abgegeben hat.
Aber ich glaube, da unterstelle ich auch schon zuviel Plan.
Am gleichen Tag hat nämlich auch ein Handwerksbetrieb im Auftrag des Stromnetzbetreibers an meinen Vater geschrieben. Der Stromzähler soll mal wieder gewechselt werden. Der Vertrag für den Strom wurde damals natürlich auch auf meine Mutter umgeschrieben. Aber das weiß nur der Versorger, nicht der Netzbetreiber. So ähnlich sieht es wohl auch bei TeleColumbus aus. Jede blöde Klitsche wird ja in eigenständige Einheiten zerlegt, von der jede auf ihren eigenen Datensätzen arbeitet. Eine Änderung der Daten kriegen daher nicht alle mit. Das ist die beliebte Managementmethode "rechte Hand weiß nicht, was linke Hand macht." Sowas können nur Spitzenprofis.
Jeder Wald- und Wiesenprogrammierer kennt die Grundlagen der Datenbankprogrammierung und weiß wie man solche widersprüchlichen Datensätze vermeidet. Das steht in jedem Anfängerbuch. Aber die Firmen halten sich nicht daran. Argh! Facepalm!

So, ich suche mir jetzt ein schönes dickes Buch zur Datenbankprogrammierung mit einem ausführlichen Teil zur Normalisierung und verprügele damit einen BWLer. Für irgendwas muss das Buch ja gut sein.



Freitag, 8. März 2013
Eine Wurst, wie fiep
Da ist schön ... nein, doch nicht, fiep, dann lieber dahin ... auch nicht, fiep ... in einem anderem Zimmer vielleicht? Fiep, fiep ... sieht doch gut aus, nein, lieber woanders, fiep, fiep.
Es ist jedesmal das gleiche Theater, wenn die kleine, schnuckelige Dackel-Yorki-Mix-Dame einen Knochen oder eine Wurst kriegt: fiep, fiep, wo kann ich meine Beute verstecken? Kein Platz ist gut genug!
Dann rennt sie durch die Wohnung, kontrolliert alle möglichen Versteckmöglichkeiten, ist nicht überzeugt und zieht fiepend weiter. Diesmal hat sie von der Nachbarin eine Wiener bekommen und beklagt ihr Schicksal, dass sie hier keine vernünftigen Verstecke hat. Das ganze erinnert mich an diesen alten Witz von dem kleinen Jungen, der mit einem Wurstbrot in der Hand weinend auf der Straße steht. Kommt ein Mann zu ihm und auf die Frage, warum er den weine: "Ich habe da so ein leckeres Wurstbrot, aber mein Mund ist zu klein!".
Naja, irgendwann findet sie dann schon eine Stelle, wo sie die Wurst versteckt. Ein paar Stunden später muss das Versteck dann nochmal gewechselt werden - fiep, fiep - und abends vor dem Einschlafen holt sie sich die Wurst dann als Mitternachtssnack.